Aktuell

An einem Wintermorgen vor Sonnenaufgang

26. November 2022
Die HP erstrahlt bald in neuem Licht und Gewand. Ein paar letzte Hinweise seien hier noch vermerkt:


* Laurence Rupp und ich haben auf der TeleVisionale Baden Baden den Sonderpreis für unsere "herausragende schauspielerische Leistung" bekommen. Das ist sehr erfreulich. Danke an die Jury und an Marie Kreutzer again, denn sie hat nicht nur das Buch geschrieben, sondern auch Regie geführt, an alle KollegInnen und das gesamte Team, sowie ORF und ZDF. Der Juryvorsitzende war niemand geringerer als Dominik Graf und er sagte in der Begründung er habe "noch nie so eine selbstverständliche Darstellung eines schwulen Paares gesehen."


* Habe mich mit Peter Blau für Ö1 ein wenig ausgetauscht. Eine Woche lang sind die Gedanken noch nach zu hören.

* Mit dem Magazin Besser Stadtleben war ich mit Hund im Grätzel unterwegs.

* Im ausverkauften Stadtsaal und reich beschenkt durch die Anwesenheit besonderer Menschen ging die Zeit des ersten Solos nach drei Jahren zu Ende. Danke allen Beteiligten. Tulln und Linz kommen eh noch, aber da es im Stadtsaal so richtig begonnen hat, haben wir es hier auf offiziell enden lassen. Lesungen gibt es noch einige und dann drei Familie Lässig Konzerte vor der großen Pause.

* Im neuen Jahr wollen zwei Weihnachtsfilme gedreht werden. Ein bisschen was fürs Herz, sozusagen. Da freue ich mich drauf.

* Zum zehnjährigen Jubiläum lade ich jeden Freitag eine Folge unserer selbstproduzierten Internetserie Fauner Consulting wöchentlich auf Instagram und Facebook hoch.

Dieser schöne Mann mit den wachen Augen war da auch schon dabei. Und er wird auch 2024 maßgeblichen Anteil an einer neuen Bühnengeschichte haben. Nähere Infos ab Jänner 2023. Geraucht habe ich damals auch noch. Am ersten Dezember bin ich neun Jahre davon los. Aber das ist eine andere Geschichte.

Haben Sie eine schöne Vorweihnachtszeit liebe Menschen!

September, Oktober 2022

Liebe Menschen,

Fazit des Sommers: Meine Tochter spielt besser Volleyball als ich und wenn der kleine Finger unnatürlich absteht und sich nicht mehr bewegen lässt, gleichzeitig ein sich veränderndes Farbenspektakel aufführt, das der neuen LED Lampe zur Ehre gereicht, dann überzieht den ganzen Körper ein Unwohlsein, dass selbst die Schönheit Venedigs zu Attnang Puchheim wird. Ich habe überhaupt nichts gegen Attnang Puchheim, aber ein Kapitel meines neuen Buches spielt dort und gegen Venedig hat halt niemand eine faire Chance. Außer mit gebrochenem Finger. Da wäre man dann ganz schnell lieber in Österreich und genösse das Gesundheitssystem! Dieses Buch heißt Der will nur spielen und ist am 25. August im Moldenverlag erschienen. Pressemäßig war ganz schön was los. Vielen Dank für das rege Interesse! Die Geschichten, die im Buch vorkommen, sind auch diesmal nicht alle wahr, aber im besten Falle wahrhaftig und auf jeden Fall inspiriert von meinem Leben. Diesmal geht es darum, dass ein Typ, der auch meinen Namen trägt auf neverending Tour ist (der Titel ist bei Bob Dylan entlehnt, weil der Meister einfach in jedem Buch irgendwo vorkommen muss) und hat es sich zur Aufgabe gemacht dem Phänomen der Kreativität vielleicht ein bisschen auf die Schliche, ohne dabei mit der Esoterik in Berührung zu kommen. Kein ganz leichtes Unterfangen, weil diese Industrie sich ja einige an sich tolle Begriffe schon beinahe einverleibt hat. Das Schöne und das Herrliche sind auch zwei große Begriffe, aber aufs Buch bezogen sind sie ganz leicht, weil ich sie erstmal ganz subjektiv schultere und verkünden darf, dass ein Mensch darin vorkommt, der auch im echten Leben mein Freund ist und der da ständig mit mir in Dialog tritt. Die Sätze, die er sagt, hat er nicht selbst gesagt, die habe ich mir ausgedacht, aber er könnte sie gesagt haben. So in etwa ist der Schreibprozesse vonstatten gegangen. Und so wirft das Buch seine Schatten voraus. Der Herr, der da vorkommt und ich, wir werden 2024 etwas machen, woran wir schon zu arbeiten begonnen haben. Mehr wird noch nicht verraten. Wir haben uns nämlich einen genialen Marketingplan zurechtgelegt und das Geheimnis heißt: Zitzerlweise. Für die deutschen MitbürgerInnen, die erfreulicherweise auch in gar nicht so geringer Zahl hier mitlesen: Zitzerlweise bedeutet im österreichischen, aber auch im schweizerischen: umgangsprachlich, also nach und nach. Dann gibt es noch den Zusatz in der Definition: Hemmungen ablegen. Und das passt doch ganz gut, weil es auch bei künstlerischen Prozessen wichtig ist, die Scham zu besiegen und nach und nach die Hemmungen ab zu legen und die Hybris zu entwickeln, Dinge in die sogenannte Welt zu wuchten. Der zweite Schatten, den das Buch bereits wirft ist eine kleine, aber feine Lesereise, die an zwei Orten bereits ausverkauft ist, beide Orte liegen in der Steiermark und ich will ja nicht sagen, dass ich ein Bundesland lieber habe, als das andere, bei tourenden Menschen ist es wie bei Eltern, die Sympathien müssen gerecht verteilt werden, oder zumindest sehr gut getarnt sein, aber die Steiermark hat in diesem besonderen Fall schon sehr viel richtig gemacht. Alle Termine sind im Verkauf und heißen Lesung und Gitarre. Wer den Anfang des Textes noch im Kopf hat, weiß, dass das eine Lüge ist, den mit einem gebrochenen Finger, kann nicht Gitarre gespielt werden. Also es kann schon, aber halt noch eingeschränkter als sonst schon, dafür aber mit Inbrunst. Versprochen. Einer dieser Buchschatten reicht sogar ins nächste Jahr und dafür wird die spielfreie Zeit natürlich gerne unterbrochen. Man hat uns, also das Buch und mich, tatsächlich zur großen Leipziger Buchmesse eingeladen. Dort sind lauter echte SchriftstellerInnen und da ich so gerne lese, werde ich sehr aufgeregt sein ihnen allen zu begegnen.

Ansonsten eilt Corsage von Festival zu Festival Cannes, München, Sarajewo und New York… und läuft noch österreichweit im Kino.

Goldfisch lief nun auch im TV und zwar am 19. August im Rahmen des Sommerkabaretts und wird im Herbst bei Hoanzl auf DVD erscheinen.

In der rechten Spalte gibt es die Termine für Lesungen, Kabarett und auch die Familie Lässig spielt vor der großen Pause noch vier Konzerte. 2023 verschwinde ich hinter dem Schreibtisch, vor die Kamera und in den Wald. Hoffentlich sehen wir einander vorher noch. Die allererste Gelegenheit hierfür gibt es am 2. September im Bregenzerwald beim wundervollen
FAQ. Alles Liebe, Manuel.

FRÜHLINGSLISTE

1 CANNES
2 DEUTSCHES KRIMIFESTIVAL
3 DER WILL NUR SPIELEN
4 DIE GLÜCKSSPIELER
5 SIMON SCHWARZ
6 KIINDERNOTHILFE

Bild (c) Film AG
Im neuen Buch gibt es die Stelle wo ich mich frage: warum bin ich in Attnang-Puchheim und nicht in Cannes? Es ist total schön in Attnang Puchheim, aber genialerweise werde ich bald berichten können, ob es das in Cannes auch ist. Marie Kreutzers Film Corsage (mit Vicky Krieps als Sissy und mir als Ludwig II) feiert beim sagenumwobenen Festival seine Welturaufführung. Mein Freund Harry B. aus der Brillenmanufaktur ist nicht nur der bestgekleidete Mann der Stadt, er wird auch freundlicherweise mit mir ein paar Fetzen einkaufen gehen. „Da werden’s poschen in Cannes.“ Es gibt die schöne Anekdote über einen verstorbenen österreichischen Regisseur, der sich damit abgefunden hatte nicht mehr die ganz große Kunst zu machen, aber dennoch gerne auf Filmsets herumstand. Am Ende eines Takes für eine beliebige Soko-Folge pflegte er statt „Danke aus“ „Da werden’s wieder poschen in Cannes!“ zu sagen. Ich mag diesen Zugang zum Leben. Nichts gegen eine beliebige Soko-Folge übrogens und schon gar nichts gegen die Landkrimis. Ich darf verkünden, dass ich gleich mit zwei Filmen beim deutschen Krimifestival vertreten bin. Sowohl mit Marie Kreutzers Vier, als auch mit unserer Reihe aus dem Salzburger Land. Das Flammenmädchen. Regie: Catalina Molina.

Bild (c) Barbara Majcan Grafik: Ursula Feuersinger
Am 25. August erscheint mein zweites Buch mit dem Titel Der will nur spielen. Es kann ab sofort vorbestellt werden. Im September wird es eine kleine Lesereise geben. Die Termine reichen wir nach, sobald alle eingetütet (eingesackerlt) sind.
Bild (c) BR / die film gmbh / Foto: Hendrik Heiden.
Die Glücksspieler können derzeit leider nur von Deutschland aus gesehen werden. Es sei denn Sie schauen noch linear fern. Neben den sehr schönen Reaktionen und dem tollen Presseecho, ist die Serie nun auch für den Jupiter Award nominiert. Hier kann gerne abgestimmt werden.  Dann gibt es noch einen Termin in der ARD. Folge 5 und 6 am 11. Mai ab 20 15 Uhr.

Bild (c) Ingo Pertramer
Wenn Sie, liebe Menschen, wie Simon Schwarz und ich, gerne spazieren gehen, dann wird Ihnen vielleicht aufgefallen sein, dass es ein neues Sujet für die Kindernothilfe gibt. Das Anliegen ist dasselbe geblieben. Die Rechte der Kinder in aller Welt zu stärken. Das geht am Besten mit einer Spende. Vielen Dank!

HOFFNUNG

Liebe Menschen,
Ich ignoriere jetzt das Weltgeschen, weil es keine Worte gibt. Also es gibt schon welche, aber mir fehlen sie. So sinnlos vieles oft im Angesicht der Krieges erscheint, so passieren doch auch schöne Dinge. Menschen helfen, Menschen stehen zusammen und Menschen leisten Widerstand. Darauf gilt es den Lichtkegel zu richten.
Da diese Homepage nun mal die Seite ist, auf der ich von meinen beruflichen Tätigkeiten berichte, erlaube ich mir dies weiterhin zu tun. Wir haben letztes Jahr in München für den Bayrischen Rundfunk die 6-teilige Serie Die Glücksspieler gedreht. Ende April ist es soweit. Ab 27. April strahlt die ARD jeweils Doppelfolgen aus und schon ab 20. April gibt es die ganze Serie in der ARD-Mediathek.  Eine erste, ich sage einmal, sehr erfreuliche Kritik gibt es bei tittelbach.tv.

Es war mir ein großes Vergnügen an der Seite von Katharina Schüttler und Eko Fresh, sowie Lena Dörrie, Karolina Lodyga, Sergej Moya und vielen weiteren tollen KollegInnen (der heuer mit dem großen Preis der Diagonale ausgezeichnete Branko Samarovski mischt auch mit) unter der Regie von Michael Hofmann zu arbeiten. Mit Michael habe ich vor einigen Jahren auch den Film Seit du da bist mit Marina Gedeck gedreht und dies war auch bereits eine sehr gedeihliche Zusammenarbeit.

Apropos gedeihliche Zusammenarbeit: mein Freund Andreas hat vor Jahren, nicht mehr ganz nüchtern, den schönen Satz gesagt “Es ist doch viel wichtiger mit wem man die Dinge tut, als was man tut”. Insgeheim ist dies soetwas wie ein heimlicher Leitspruch für mich geworden. Sich das “Personal” aus zu suchen ist etwas, das sonst nur der englischen Königin vorbehalten ist. Was für ein Privileg! Die neueste Geschichte in diese Richtung ist ein Writersroom, voller Menschen, mit denen ich auch absichtlos und ohne Ziel Zeit verbringen würde. Dieser arbeitet an einem Herzensprojekt, von welchem ich hoffentlich bald mehr berichten darf.

Das Schreiben wird, wie hier schon öfter erwähnt, immer größer und wichtiger in meinem Leben. Es breitet sich aus und hilft als Antrieb, Tröstung, Belustigung und Flucht. So trug es sich zu, dass noch heuer ein zweites Buch erscheinen wird. Auch hier verbleibe ich noch in vager Andeutung.

Ganz konkret sind die Termine, die im 22er Jahr doch noch recht üppig sind und in 23 dann aber radikalt zurückgefahren werden. GOLDFISCH* in der allerletzten Runde, Familie Lässig ab Mai mit Tourblock II, im Herbst eine Mini-Lesereise mit dem neuen Buch und ein Theaterprojekt, das ich mir seit 15 Jahren einbilde und nun Gestalt an zu nehmen scheint. Christoph Grissemann, Robert Stachel und ich spielen unter der Regie von Caroline Peters "Kunst" von Yasmina Reza. Das Stück ist natürlich aus der Zeit gefallen. Aber es ist immer noch grandios. Wir wollen es nicht auch noch nachspielen, sondern die ersten sein, die es als Klassiker der Theaterliteratur spielen. :-) Es ist höchste Zeit, dass dieser fast ausschließlich männlich besetzte Kanon um Autorinnen erweitert wird. Und Reza hat sich das längst verdient. Das Ganze wird im Rabenhof seine Premiere haben und dann mit einigen, wenigen, auserlesenen Terminen auch in die Bundesländer vordringen.

*Ich hatte vorgehabt mit dem Solo auch mehr Deutschland und Schweiz zu spielen und wir hatten vor der Pandemie auch schon viele Termine. Da das Stück aber ausläuft haben wir diese Tour abgesagt. Es gibt im März und im Herbst noch Termine in München. Die Süddeutsche Zeitung hat kürzlich etwas geschrieben, was mich sehr freute: “Vom Kino zum Kabarett: Manuel Rubey hat mit "Goldfisch" eine dämonische Parabel geschrieben. Eigentlich ein Filmstar ist auch Manuel Rubey. Der gelernte Schauspieler und Sänger hat in Österreich durch zahllose Fernseh- und Filmauftritte, vor allem aber durch seine Kino-Rolle als Falco (2007 war das) einen großen Namen. Zum Bühnenkabarett fand er durch zwei Duo-Programme mit Thomas Stipsits, die mit allen verfügbaren Preisen überschüttet wurden. Nun ist Rubey in seinem ersten Soloprogramm "Goldfisch" zu erleben. Das steht in der besten Tradition der großen Monolog-Stücke eines Helmut Qualtinger oder Josef Hader: Scheinbar das eigene Leben rollt sich da zur großen, dämonischen Parabel aus, garniert mit fantastischen und musikalischen Exkursen.” Oliver Hochkeppel

Es bleit die Hoffnung, dass der Krieg bald aufhört und der Frühling kommt!

Bild (c) Juhani Zebra
Passen Sie auf sich auf! Ihr Manuel Rubey

NEUE FILME

Entgegen immer wieder lautenden Meldungen spiele ich nicht Falco, sondern einen Steuerberater in Mödling. Ich freue mich aber immer, wenn Hans Hölzel geehrt wird. Er hat mir nicht nur viele Türen geöffnet, er ist in den letzten Jahren auch soetwas wie ein unsichtbarer Freund geworden und öfters schaut er mir über die Schulter und sagt dann meistens etwas Lustiges.

JEANNY – DAS FÜNFTE MÄDCHEN
Inspiriert von Falcos gleichnamigem Song.

Am 30. Jänner in ORF2 und am 9. Februar in der ARD um jeweils 20:15 Uhr.
Nach der Ausstrahlung ist der Film sieben Tage lang in der ARD Mediathek verfügbar.

Regie: Andreas Kopriva
Kamera: Josef Mittendorfer
Drehbuch: Andreas Karlström, Thorsten Wettcke
Casting: Judith Limberger
Schnitt: Bernhard Schmid
Produktion: Rowboat Film, Graf Film

Bild (c) Anjeza Cikopano

Marie Kreutzers Landkrimi VIER lief am 18. Jänner im ORF mit unglaublichen Quoten. Vielen Dank liebe Menschen, dass Ihr Euch darauf in dieser Form eingelassen habt.
Bild (c) Julia Dragosits

 

FROHES FEST


Bild (c) Petro Domenigg
Am Dienstag, den 21. Dezember, zeigt der ORF den dritten Salzburger Landkrimi. Ich mag den Film sehr gerne.
Unter anderem weil die Regisseurin Catalina Molina Spannung und Humor zulässt, weil mein Freund Simon Schwarz mitspielt und Klemens Hufnagl wieder Bilder zaubert. Und das sind jetzt nur drei Gründe. Es gäbe noch mehr.

Mit der Familie Lässig proben wir gerade sehr intensiv und spielen ab 7. Jänner eine Tour, die uns durch ganz Österreich führen wird. Ein neues Album haben wir auch im Gepäck. Eine heile Welt! Ja, das ist ein Postulat!

2022 (und 2023)

November 2021
Ich denke den lustigen Satz, den ich mir aber nicht ausgedacht, sondern bestimmt mal wo gelesen habe: Wie verbringt man die schwammigen Jahre zwischen Nachwuchshoffnung und Lebenswerk?

Ich durfte in den letzten 20 Jahren viele Filme drehen und habe viel Zeit auf Bühnen verbracht und bin für all diese Fenster der Möglichkeiten sehr dankbar. Nirgendwo lernt man ein besseres Gefühl für Timing als in der sogenannten Provinz. Als die Marx Brothers endlich das Geld für ihre erste Broadway-Show zusammengekratzt hatten, nahmen sie ausschließlich Nummer, die sie die Jahre davor in der tiefsten Provinz zur Perfektion gebracht hatte. Bei einem gewissen Charlie Chaplin war es ähnlich. Kann alles nachgelesen werden in der herrlichen Autobiographie "Groucho & Marx". Aber das ist  eine andere Geschichte. Zur Abwechslung habe ich eine Liste geschrieben.

Liste der absolvierten Bühnentermine:

Ich liebe die Bühne, ich bin gerne auf Tour, auch wenn die Hotelzimmer manchmal trostlos, der Zug oft verspätet und der Kaffe fast überall schlecht ist, ist es trotzdem fast überall super. In Vorarlberg hat ein Hotelier den eigenen Kaffe kürzlich  als „Bodenseeher“ bezeichnet. (weil man bis zum Boden sieht) Hat mir gefallen.
Es ist ein Geschenk, dass Menschen kommen, Eintrittskarten kaufen und sich einen guten Abend erhoffen. Es ist ein Geschenk, aber auch ein Druck, eine Erwartungshaltung. Ich habe immer alles daran gesetzt dem gerecht zu werden und werde es auch weiterhin tun. Aber und jetzt kommt das ABER, ich werde es deutlich zurückfahren. In 2023 wird es, mit ganz wenigen Ausnahmen, keine Bühnentermine geben.

Aber vorher kommt ja noch das Jahr 2022. Sehen Sie bitte in die rechte Spalte dieser Seite. Es warten noch viele Termine in allen Bundesländern. (Auch an Deutschland und der Schweiz wird gearbeitet, also nicht an den Ländern, sondern an Terminen dort) Sagen Sie dann nicht, Sie hätten es nicht gewusst. Noch gibt es Termine für Lesungen, für GOLDFISCH und für die, bis dato, größte Familie Lässig Tour *.

* Die Familie Lässig hat wieder eine Platte gemacht. Sie heißt programmatisch Eine heile Welt!. Ich liebe es einfaches Bandmitglied zu sein und im Kollektiv gleichzeitig in der ersten Reihe zu stehen und in selbigem zu verschwinden. Es gibt 26 auserlesene Termine und dann für längere Zeit keine weiteren. Also, greifen Sie zu liebe Menschen!

An meinem zweiten Buch schreibe ich auch. Der Grund dafür liegt zuallerst an Euch, liebe Lesende, die Einmal noch schlafen dann ist morgen über zwanzigtausendmal erworben haben. That makes me demütig! Danke! Über den Inhalt des Neuen verrate ich dann beim nächsten Eintrag mehr. Passen Sie auf sich und aufeinander auf!
Alles Liebe. Manuel Rubey

ES GEHT IMMER UMS VOLLENDEN *

23. Juli 2021

* Es ist gerade Popfest in Wien und deshalb ist mir der Nino aus Wien eingefallen. Den habe ich vor vielen Jahren am Popfest zum ersten Mal live gesehen und seither höre ich ganz viel was er so tut und das ist ganz großartig. Der Titel ist also wahr und ausgeborgt.


Liebe Menschen,
Jetzt habe ich gerade gemerkt, dass doch viel los war seit Herbst. Ich habe, sageundschreibe, doch wieder sieben Filme gedreht. Es ist und bleibt eine Sache die ich sehr liebe. Immer wieder erstaunlich, dass sich Menschen zusammenfinden und dann ein paar Wochen an und über ihre Grenzen gehen, permanenten Jetlag in Kauf nehmen. (eine Drehwoche beginnt meistens am Montag mit Tagwache um fünf Uhr und endet dann kurz vor dem Wochenende mit Arbeitsbeginn um 16 Uhr, was halt auch bedeutet, Arbeitsende sechs Uhr früh) Wahnsinnig familienfreundlich ist das nicht, aber ich habe eine phantastische Familie, die das mitmacht. Da bin ich ein Glückskind. Falls jemand an genaueren Informationen interessiert ist. Hier bitte:

1.) JEANNY, DAS FÜNFTE MÄDCHEN. Ein Thriller, der mit Motiven aus dem Falco-Song spielt. Auch an dieser Stelle sei wieder erwähnt. Nein, ich bin nicht wortbrüchig geworden. Es bleibt da dabei, Falco möge in Frieden ruhen. Ich spiele einen zwielichtigen Steuerberater in Mödling. Die Kollegin Theresa Riess wird eine Entdeckung sein, das traue ich mir als Prognose zu und die Zusammenarbeit mit Andreas Kopriva, dem Regisseur, war eine große Freude.

2.) Der coronabedingt abgebrochene Dreh von Marie Kreutzers erstem Landkrimi (jenem aus dem Waldviertel) wurde im Herbst zu Ende gedreht. Ein Fest in vielerlei Hinsicht. Ich glaube, ich brauche nicht mehr erwähnen, dass ich mit der Regisseurin und ihrer Kamerafrau Leena Koppe gerne Filme drehe. Auch der Cast war ein Fest. Die Figur: ein schwuler Landarzt, der mit seinem Mann aufs Land gezogen ist. Dieser Mann wurde gespielt von Laurence Rupp, der während der Dreharbeiten im mysteriösen Waldviertel mit der Netflix Serie Die Barbaren weltberühmt wurde. Schöne Dinge passieren. Die beiden Kommisarinnen werden gespielt von Regina Fritsch und Julia Franz Richter werden ein Vergnügem to watch sein. I promise.
3.) Kurz vor Weihnachten war ich noch ein paar Tage in meiner neuen Zweitheimat München. Ich war alleine in dem Hotel. Und mit alleine meine ich: nicht nur keine weiteren Gäste, sondern auch kein Personal. Regie führte Dirk Kummer. Geschrieben wurde die Komödie von Uli Breé für Adele Neuhauser. Ich spiele einen Schönheitschirurgen. Eine Rolle zum wieder einmal auf den sogennanten Putz hauen, oder wie es Robert Palfrader zu sagen pflegt: "Weniger ist weniger, mehr ist mehr." Die Film lief heuer am Münchner Filmfest. Das ist eine schöne Auszeichnung.
4.) FLAMMENMÄDCHEN. Der dritte Salzburger Landkrimi. Ich liebe dieses Team, es ist ein bisschen wie Klassenfahrt. Zum dritten Mal durften wir im beinahe kitschigen Salzburgerland einen Krimi drehen. Catalina Molina (Regie) Klemens Hufnagl (Kamera) Stefanie Reinsperger (1er Kollegin) und diesmal auch in einer Episodenrolle niemand geringerer als Simon Schwarz. Als ich mit ihm letztens wieder einmal durch Wien spaziert bin riefen gleich dreimal Menschen im Vorbeigehen „Grüss Gott Sankt Pölten!“ (Braunschlag war kürzlich wieder einmal im Fernsehen) Danke dem ORF und dem ZDF, dass es diese etwas andere Krimireihe geben darf. Die Premiere war auf der diesjährigen Diagonale und die Reaktionen waren überwältigend.

5.) WER ANDEREN EINE BLUME SÄT ist der zweite Teil von der Kammerspielkomödie ANNIE, die Domenique Lorenz im Auftrag des ZDF für die Bavaria geschrieben hat. Regie führt Martin Enlen, seineszeichens der wahrscheinlich netteste Mensch auf diesem Planeten. Neben Cathrin von Steinburg und Thomas Loibl ist auch und vorallem Bernadette Heerwagen dabei. Schon während der Dreharbeiten zu Gruber geht sind wir auf viele Gemeinsamkeiten drauf gekommen. (Zum Beispiel lieben wir Jim Carrey Filme und ganz besonders Dumm und und Dümmer)

6.) DAS STREBEN NACH GLÜCK (Arbeitstitel) ist ein Sechsteiler. Gedreht wurde 61 Tage lang in München und Umgebung. Regie führt Michael Hofmann, der auch für das Buch verantwortlich zeichnet. Die Rolle führte wieder einmal in neue Gefilde. Ich spiele einen Mathematiker, der sich on the spectrum befindet. Ich finde diese Definition sehr gut und achtsam und einen Beweis, dass es mit der Sprache schon aufwärts gehen kann, wenn wir uns alle bemühen. In meiner Recherche bin ich auf die Dokureihe Love on the spectrum gestossen. Schauen Sie sich das an. Und falls es jemanden gibt, der davon nicht herzergriffen zurückbleibt bitte melden, weil ich dann glaube würde, dass Sie ein Roboter sind. Katharina Schüttler, Eko Fresh, Karolina Lodyga, Lena Dörrie, Sergej Moja. It was a pleasure.


7.) CORSAGE Das neue Riesenprojekt von Marie Kreutzer. Vicky Kriebs spielt Sissy. Ich darf König Ludwig II geben. Gedreht wurde in Österreich und die letzten Wochen in Luxemburg. Danke an Robert, meinen Reitlehrer und an das Pferd.

Der GOLDFISCH schwimmt in die letzte ausgiebige Runde. Das Gute an der derzeitigen Situation ist: vor Corona gab es fast keine Karten mehr, jetzt gibt’s plötzlich noch einige. Da kürzlich in München sogar die Süddeutsche Zeitung da war (also die Zeitung selbst war nicht da, aber Oliver Hochkeppel) ein kleiner Pressespiegel:

"Das ist alles sehr lässig und sehr lustig, greift nahtlos ineinander und ist - mitsamt einer kleinen Strip-Einlage - natürlich herausragend gespielt."
Süddeutsche Zeitung

„Es ist eine gelungene Mischung als Nabelschau, semi-autobiografischem Humor und intelligenter Deutung der Gegenwart.“
Salzburger Nachtrichten

„Rubey zaubert beim Zuhörer Bilder in den Kopf. Es ist diese coole und lässige Art von mildem Größenwahn und schräger Weltsicht, die Rubey ausspielt wie ein Ass aus dem Ärmel und die Garantie ist für einen herrlich Unterhaltsamen Abend."
Kurier

„Manuel Rubey teilt ein paar freche Spitzen aus...nimmt aber vor allem die absurden Auswüchse der digitalisierten Gegenwart ins Visier – und das, ohne ins Rollenklischee eines selbstmitleidigen Modernisierungsverlierers zu fallen."
Die Presse

„Hinter all dem steckt natürlich durchaus ernste Gesellschaftskritik, verpackt in sanft vorgetragenen, aber tiefschwarzen Humor. Dass Rubey auch noch gut singen kann, rundet das Ganze ab."
Wiener Zeitung

„Geschaffen hat Manuel Rubey unzählige skurrile Listen, eine beeindruckende Figur, ein abwechslungsreiches Stück, das sich mit vielen Facetten unseres Lebens auseinandersetzt, Geschichten, die von Situationen erzählen, in die wir alle schon mal geraten sind, ein Universum, das die Lethargie dieses Nerds so gut veranschaulicht, dass einem in manchen Momenten dieses Abends das Lachen fast im Halse stecken bleibt. Mit ein bisschen Glück finden Sie noch eine Vorstellung irgendwo in Österreich, die noch nicht ausverkauft ist“
Ö1

"...Brillant, mutig und abwechslungsreich.“
Kronen Zeitung

„Man bereut keine Sekunde dieser zwei kurzweiligen Stunden.“
Oberösterreichische Nachrichten

„Melancholisch und menschlich, klug und kurios, elend und ehrlich, wunderbar und wundersam ist Manuel Rubey erstes Solo."
NÖN

Die Sommertermine und auch alle anderen finden Sie in der Spalte rechts. Einen herrlichen Restsommer, bleiben Sie gesund! Herzlich, Manuel

DIE AMBIVALENZ DER DINGE

1. Mai 2021

„Bring den Vorschlaghammer mit, wenn du heute abend kommst…“ mir fallen ja in jeder Lebenslage Element of Crime Zitate ein. „Ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg“ wäre auch noch eines. Den Titel für den Eintrag habe ich zum allerersten Mal, glaube ich, von Thees Uhlmann gehört, aber so sicher bin ich mir da gar nicht mehr. Einer der beiden Herren, also Thees oder Sven Regener war es auch, den ich in einem Interview sagen hörte: „Da fallen ja die Löcher aus dem Käse!“ Der Spruch trifft mein Gefühl der letzten Tage…
Heute, im Zug aus München, lese ich in einem Interview das Judith Hecht für die Presse am Sonntag schon im März mit der Schrifstellerin Juli Zeh geführt hat: „Ambivalenz ist etwas Menschliches. Wir sind Widerspruch. Was unsere Zeit allerdings prägt, ist die abnehmende Fähigkeit damit umzugehen. Der Wunsch, Widersprüche aufzulösen, sich für eine Seite zu entscheiden, Richtig und Falsch klar unterscheiden zu können, ist schon seit einiger Zeit ein wahnsinniges Bedürfnis der Menschen. Es prägt unseren Diskurs und treibt irrsinnige Blüten, weil genau das nicht möglich ist. Die Leute merken das auch. Je mehr sie es versuchen, desto weniger klappt es, und das macht sie aggressiv. Denn Widersprüche werden sich nicht auflösen, wir müssen nur wieder lernen sie auszuhalten.“...

Liebe Menschen,
Alles was ich zu der Debatte, die gerade die Gemüter erhitzt, noch zu sagen hatte, habe ich Doris Priesching und dem Standard erzählt.

Nun aber zu guten Nachrichten:
Beim österreichischen Filmpreis bin ich für Waren einmal Revoluzzer gleich zweimal nominiert. Beste männliche Hauptrolle und bestes Drehbuch (gemeinsam mit der Regisseurin Johanna Moder und Marcel Mohab) Für unseren Film sind des weiteren Julia Jentsch (beste weibliche Hauptrolle) Clara Luzia (beste Musik) und Veronika Albert (bestes Kostümbild) nominiert.

Synopsis:
Die Paare Helene und Jakob, Tina und Volker sind moderne, urbane Enddreßiger und genießen ihr geregeltes und privilegiertes Leben in Wien. Als sie der Hilferuf eines russischen Freundes aus Studentenzeiten erreicht, ergreifen sie kurzentschlossen die Chance zu helfen: Endlich einmal nicht nur reden, sondern wirklich etwas tun. Doch was die Vier als Abenteuer begreifen, bedroht rasch das Gefüge der alten Freundschaft und der Beziehungen zueinander. Denn: Hilfe kann sehr unterschiedlich definiert werden – und die Hilfsbedürftigen verhalten sich anders, als die Helfenden das gerne hatten. Und so führt die Ankunft von Pavel und seiner Familie den ÖsterreicherInnen ihre eigenen, nicht gelebten Ideale vor Augen.

Vorsichtig kann wieder daran gedacht werden vor Publikum zu treten. Wir müssen das alle gemeinsam wieder erlernen und uns vorsichtig herantasten, wie das so werden soll. Hier ein paar Vorschläge:

Familie Lässig:
28. Mai Bühne im Hof
27. Juli Viktor Gernots Praterbühne (OPEN AIR)

Einmal noch schlafen dann ist morgen – Lesung und Gitarre
10. Juni Residenz Josefstadt
14. Juni Lesebühne Breitenseer Lichtspiele
25. Juli Sankt Pölten, Cinema Paradiso (OPEN AIR)
12. September Baden, Cinema Paradiso (OPEN AIR)

GOLDFISCH:
22. Mai Bruckmühle Pregarten
26. Mai Stadtsaal Wien
03. Juni Stadtsaal Wien
05. Juni Stadtsaal Ybbs
06. Juni Innenhof des deutschen Museums München DEUTSCHLANDPREMIERE!
13. Juni Stadtsaal Wien
19. Juni Kirchberg
25. Juni Viktor Gernots Praterbühne (OPEN AIR)
01. Juli Baden (OPEN AIR)
02. und 03. Juli Arge Kultur Salzburg
04. Juli Vöcklabruck (OPEN AIR)
18. Juli Fels am Wagram (OPEN AIR)
01. August Theater im Park Wien (OPEN AIR, Achtung Beginn 11 Uhr!)
13. August Linz, Klassik am Dom (OPEN AIR)
15. August Steudltenn
21. August Klagenfurt (OPEN AIR)

Und eine kurze Meldung am Schluss. Der Film Leberkäsjunkie, aus der erfolgreichen Eberhofer-Reihe, gewinnt beim Bayrischen Filmpreis den Publikumspreis des Jahrzehnts. Auch schön.

Der Sommer kommt bestimmt. Passen Sie auf sich und einander auf und bis bald liebe Menschen!

EAT PRAY LOVE

19. Februar 2021, Sankt Johann im Pongau

Heute ist Nachtdreh, daher habe ich tagsüber ein wenig Zeit die Homepage zu aktualisieren. Habe jetzt alle verschobenen und abgesagten GOLDFISCH Vorstellungen (es sind 90) von der Seite genommen. Ich kann denn Anblick nicht mehr ertragen. Dafür habe ich bis September alle neuen eingefügt. All jene, die vorsichtig optimistisch gesagt, wahrscheinlich statffinden werden. Weil es warm sein wird und weil einige davon auch Open Air staffinden. Die Termine werden noch laufen aktualisiert und befinden sich in der Spalte zu Ihrer Rechten.

(die Grafik stammt erneut von seoneandonly Ursula Feuersinger, Foto: Tim Cavadini)

Nächste Woche erscheint das Hörbuch von EINMAL NOCH SCHLAFEN DANN IST MORGEN. Gemeinsam mit Michael Martinek und seinem genialen Netzwerk von fabrique Records, sowie dem großartigen Elektroniker Peter Zirbs und unter Mithilfe meiner Tochter Luise haben wir wochenlang getüftelt. Es ist ein, wie ich finde, und wegen all dieser Mithilfe, besonderes Hörbuch geworden. Als Zusatz habe ich vier meiner Lieblingslieder, die alle einen Bezug zum Buch haben, eingesungen.
Hier kann es VORBESTELLT werden.

Darüber hinaus drehe ich hier im Salzburger Land gerade den Landkrimi FLAMMENMÄDCHEN unter der Regie von Catalina Molina, danach geht es als Ludwig II zu Marie Kreutzers CORSAGE und im direkten Anschluss drehe ich den Sechsteiler STREBEN NACH GLÜCK für die ARD unter der Regie von Michael Hofmann, mit dem ich schon SEIT DU DA BIST gemacht habe und dann auch noch ANNIE - WER ANDEREN EINE BLUME SÄHT fürs ZDF unter Regie von Martin Enlen.

Bleiben Sie gesund und haben Sie es gut. Eat! Pray! Love!
(ich lese das Buch gerade, es liegt vor mir auf dem Tisch, es hat sich, während ich diese Zeilen schreibe, als Titel angeboten.)