Aktuell

DIE CORONA-CHRONIKEN

29. April
Wir haben den Hauptpreis für das beste Drehbuch eines abendfüllenden Kinospielfilms oder eines abendfüllenden Fernsehfilms gewonnen. Das Buch habe ich zusammen mit Johanna Moder und Marcel Mohab geschrieben.

Jurybegründung:
Waren einmal Revoluzzer von Johanna Moder untersucht das politische Engagement zweier linksliberaler Freundespaare, die eine politisch verfolgte russische Familie aufnehmen. Die Geschichte begleitet die ‘Retter/innen’ in ihrem Akt der hilflosen Hilfsbereitschaft, bei dem die Gewissheiten ihres bürgerlichen Lebens in Frage gestellt werden. Was bleibt übrig von den Träumen und den Idealen der eigenen Jugend, wenn die Realität sie plötzlich auf eine Probe stellt? Die Krise bringt private und berufliche Probleme der Figuren gnadenlos und humorvoll an den Tag. Johanna Moder begleitet sie dabei mit kritischer Sympathie, die niemals denunziatorisch ist. Wenn wir also über die pointierten Dialoge dieses starken Ensembles lachen, dann lachen wir eben auch über unser eigenes Phlegma, unsere Lebenslügen und unsere Hilflosigkeit. Das Drehbuch überzeugt mit Witz, Leichtigkeit und Intelligenz und führt uns vor Augen, dass es mit zunehmendem Alter nicht einfach ist, jugendliche Revoluzzer/innen zu bleiben.”

Jetzt muss der Film nur noch ins Kino kommen. :-)


23. April 2020
Sie spün eam wieda amoi, den Hans! Heute, 20 15 Uhr ORF 1, FALCO, VERDAMMT WIR LEBEN NOCH.

Bild (c) Petro Domennig
Am 1. Mai folgt der dritte Teil von DENNSTEIN UND SCHWARZ. Ich spiele einen Politiker, der mit #metoo konfrontiert wird.

Bild (c) Hubert Mican

In der ORF TV-Thek gibt es außerdem noch ein paar Tage GOTT&SÖHNE zu sehen.

Bild (c) Lukas Beck

Auf ORF III gibt es um 21.50 Uhr die "Tafelrunde". Es ist mir ein Fest in der selben Sendung wie Alex Kristan zu Gast zu sein.


Nein, das ist nicht mein Wohnzimmer :-)

22. April 2020
Jeden Samstag moderiere ich derzeit die Sendung ABGESAGT ANGESAGT. Ein Kooperation der Stadt Wien, W24 und dem Rabenhoftheater um KünstlerInnen als Kompensation für viele abgesagte Vorstellungen eine Auftrittsmöglichkeit zu bieten. Vor leerem Saal selbstverständlich, dafür direkt in Ihre Wohnzimmer. Wenigstens etwas.

Falls wem fad ist. Ich war auf zwei virtuellen Stages zu Gast könnte man sagen. Auf der Standard Stage und auf dem roten Stuhl. Der verschobene Termin für die Liveshow des selbigen ist übrigens auf 31. Jänner 2021 verlegt. Karten kann man schon erwerben.


8. April 2020
Nun, ich darf die neuen Veranstaltungsmassnahmen verkünden. Es ist uns gelungen sehr viele der abgesagten Vorstellungen in den Herbst zu transferieren. Sehet in der Spalte rechts. Karten behalten natürlich ihre Gültigkeit. Kaufen Sie gerne schon jetzt Ihre Tickets liebe Menschen. Das hilft den Häusern. DANKE.

24. März 2020
Stellen Sie sich vor Sie sind Tulpenbäuerin oder Tulpenbauer in Holland. Ich habe gerade einen Bericht gesehen. Sie müssen die gesamte Ernte wegschmeißen, weil Blumen nicht mehr verkauft werden dürfen. Unsereins darf zumindest ‚nur‘ nicht arbeiten. Es ist völlig klar, dass die Gesundheit unser höchstes Gut ist und ich bin froh über die Maßnahmen der Regierung. Für viele Selbständige ist es natürlich existenzgefährdend oder wie eine Freundin von mir treffend sagte: „Moral muss man sich leisten können.“ Jetzt gilt es als Gesellschaft zusammen zu stehen. Aber wenn wir über den Berg sind, könnte vielleicht darüber nachgedacht werden, bevor wieder ein Schirm für Banken geöffnet wird, zuerst einen solchen für Alleinerzieherinnen, KünstlerInnen, Selbständige, sogenannte EPUs und Klein und Mittelbetriebe zu ermöglichen. Also nachgedacht wird eh schon viel. Ich höre nur, dass es noch recht wenig Konkretes gibt. Danke an alle SupermarktmitarbeiterInnen, Hebammen, ÄrztInnen, Krankenschwestern, PolizistInnen und vielen mehr die unser System gerade am Laufen halten. Mögen danach alle Forderungen für höhere Löhne und dergleichen erfüllt werden. Ich schließe mich auch dem Kreis der Gratulanten an. Die Regierung macht das gut. Ich bin dankbar, dass es auch in einer Demokratie möglich ist dem Volk etwas vorzuschreiben, weil eben ExpertInnen gefragt wurden und man deshalb etwas tun musste, das unangenehm aber notwendig ist. Ich möchte nur an alle appellieren, die jetzt mit sieben Packungen Klopapier unterm Arm hektisch zur Seite hüpfen weil am Ende der Strasse jemand gehustet hat, dass sie es nie wieder in Frage stellen, warum Menschen vor Hunger, Krieg oder Unterdrückung fliehen.

Ein Mann der mir und vielen anderen die Kindheit verschönert hat ist gestorben. Ruhen Sie in Frieden hochvereehrter Herr Uderzo.

An Ersatzterminen wird weiterhin gebastelt. Sobald klar ist, wann wieder gespielt werden kann, lasse ich es Euch wissen. Kauft gerne regional und gerne auch schon Gutscheine für die Theater Eurer Wahl. Bleibet gesund und haltet durch.
Und weil gerade alle alte Fotos heraussuchen, habe ich das auch gemacht. Ich finde das passt ganz gut. Es sieht aus, wie ich mich gerade fühle.

Liebe Menschen,
Die Regierung hat also alle Veranstaltungen mit über 100 Menschen für den März gestrichen. Das trifft viele jetzt ziemlich hart. Ich hoffe sehr, dass es all die geschätzen VeranstalterInnen und Bühnen, deren Kosten ja weiterlaufen, irgendwie schaffen nicht komplett ins Straucheln zu geraten. Ich werde versuchen Euch hier so schnell wie möglich zu informieren welche Veranstaltung wann nachgeholt wird.

Fix ist:
Die Vorstellung vom 23. April im Orpheum Wien wird am 17. Juni nachgeholt.
Die Vorstellung vom 31. März in der Arge in Salzburg am 03. Juli
Die Vorstellung vom 14. April im Saumarkttheater Feldkirch rückt auf den 04. Juli.

Familie Lässig:
Die Märzkonzerte wurden wie folgt verlegt: Montag, 08. Sankt Pölten Bühne m Hof, Sonntag, 20. September Posthof Linz.

Einstweilen darf ich Euch mit dem sehr erfreulichen GOLDFISCH Pressespielgel vertrösten:

„Es ist eine gelungene Mischung als Nabelschau, semi-autobiografischem Humor und intelligenter Deutung der Gegenwart.“
Salzburger Nachtrichten

„Er zaubert beim Zuhörer Bilder in den Kopf. Es ist diese coole und lässige Art von mildem Größenwahn und schräger Weltsicht, die Rubey ausspielt wie ein Ass aus dem Ärmel und die Garantie ist für einen herrlich Unterhaltsamen Abend."
Kurier

„Er teilt ein paar freche Spitzen aus...nimmt aber vor allem die absurden Auswüchse der digitalisierten Gegenwart ins Visier – und das, ohne ins Rollenklischee eines selbstmitleidigen Modernisierungsverlierers zu fallen."
Die Presse

„Hinter all dem steckt natürlich durchaus ernste Gesellschaftskritik, verpackt in sanft vorgetragenen, aber tiefschwarzen Humor. Dass Rubey auch noch gut singen kann, rundet das Ganze ab."
Wiener Zeitung

„Geschaffen hat Manuel Rubey unzählige skurrile Listen, eine beeindruckende Figur, ein abwechslungsreiches Stück, das sich mit vielen Facetten unseres Lebens auseinandersetzt, Geschichten, die von Situationen erzählen, in die wir alle schon mal geraten sind, ein Universum, das die Lethargie dieses Nerds so gut veranschaulicht, dass einem in manchen Momenten dieses Abends das Lachen fast im Halse stecken bleibt. Mit ein bisschen Glück finden Sie noch eine Vorstellung irgendwo in Österreich, die noch nicht ausverkauft ist“
Ö1

...Brillant, mutig und abwechslungsreich.“
Kronen Zeitung

„Man bereut keine Sekunde dieser zwei kurzweiligen Stunden.“
Oberösterreichische Nachrichten

„Melancholisch und menschlich, klug und kurios, elend und ehrlich, wunderbar und wundersam ist Manuel Rubey erstes Solo."
NÖN

Dieses Interview erschien kurz bevor die Absage der beiden ausverkauften Treibhausvorstellungen bekannt wurde in der Tiroler Tageszeitung.


Der Kinostart von WAREN EINMAL REVOLUZZER ist, wie auch die Diagonale abgesagt. Wir hoffen, dass der Film ab Ende August in den Lichtspieltheatern Eurer Wahl zu sehen sein wird.


EIN NEUES JAHR(ZEHNT)

Das Jahr hat gleich einmal ziemlich intensiv begonnen. Eigentlich wollte ich ja erholt und mit einem Rucksack voller Vorsätze im Gepäck in die neue Dekade schreiten, aber die Menschen um mich herum haben leider beinahe allesamt einen Hang zu Ausschweifungen. Und so kann es schon passieren, dass die Textzeile des Element of Crime Songs Über Nacht, den wir zum Jahresbeginn mit der Familie L. zum Besten geben, auch gleich zum Motto verkommt: "Ich würde so gerne berauscht sein und werde doch immer nur breit und kaum dass ich einmal nüchtern bin, ist der Sommer schon wieder vorbei." Vorbei ist nicht nur das vorige Jahr, sondern das ganze Jahrzehnt und Holla, die Waldfee ist das schnell gegangen.
Für den Fisch, wie er umgangssprachlich schon genannt wird, gibt es in Wien trotz Zusatzvorstellungen nur noch wenige Karten, wofür ich mich demütig bedanke. Wir arbeiten bereits am Tourplan für 2021. Und es gibt ja auch noch andere Bundesländer, wo es ebenfalls sehr gut aussieht. Ich freue mich auf Sie, egal in welchem Bundesland liebe Menschen.

Heuer ist Beethovenjahr. Da dachte ich mir, schlau wie ich bin, ich gebe Euch den Mozart. Das hat in jedem Fall "Bock gemacht", wie der Berliner sagt. Austrahlungstermin kenne ich noch nicht, wird aber selbstredend nachgereicht.

Waren einmal Revoluzzer (
Regie: Johanna Moder) harrt ebenfalls in den Startlöchern. Kinostart ist auf jeden Fall noch vor dem Sommer.


HERBST 2019


19. Oktober,
Es sind tatsächlich alle vier Filme nun abedreht. Es waren aufregende Wochen. Dankbar blicke ich zurück und gehe nun in den Wald GOLDFISCH lernen. Das Motto hierfür steht auf Mozarts Sackerl (=Tüte für BesucherInnen aus den Nachbarländern)
Bild (c) Alexander Jagsch, seines Zeichens Kaiser Josef der II; wenn ich mich herzlich bedanken möchte!

Ende September: Ich drehe gerade vier Filme parallel. Spiele einen Mönch, eine Buchhändler, einen Politiker und Mozart. Es ist und bleibt ein wundervoller Beruf. Und mich ereilt die Nachricht, dass ich von der deutschen Akademie für Fernsehen in der Kategorie Schauspieler Hauptrolle nominiert wurde. Und zwar für den Stuttgarter Tatort DER MANN, DER LÜGT in der Regie von Martin Eigler. Dankeschön!


Anfang September: Ich fahre vom FAQ zurück und bin berauscht.  Pralle Tage, gute Gespräche, Musik, Podiumsdiskussionen und Inspiration im herrlichen Bregenzer Wald. So geht Gesellschaft. Falls Sie irgendwie für nächstes Jahr an Karten kommen, fahren Sie da hin, liebe Menschen. Es wird sich gelohnt haben!

Der Sommer war lang und gut. Ich könnte mich ja auch schon daran gewöhnen nichts mehr zu tun. Weisswein trinken, kochen, lesen, den Kindern und dem Hund beim Großwerden zusehen. Aber, dass geht sich halt noch nicht aus, „wie ihr in Österreich sagt“. Das sagt die Kollegin in Köln zu mir und versucht dabei einen österreichischen Dialekt zu imitieren. „Das geht sich ned aus, das sagt’s Ihr so, stimmt’s?" Ja, so ähmnlich sagen wir. Dafür sagen sie zu mir: „Kannst du eigentlich auch hochdeutsch?“ Da sage ich nur: Ihr sagt zu Tisch Tüsch und zu Fisch Füsch und zu Goldfisch dann Goldfüsch...(geniale Überleitung, wie ich finde, doch halt, alles der Reihe nach.) Ich drehe im Herbst in Köln, München, Prag und der Steiermark. Und plötzlich ist der Sommer vorbei und ich muss wieder Fahrt aufnehmen und das ist auch gut so. Es ist ja wirklich ein herrlicher Beruf. Ich bin sehr dankbar.
Ein Film vom letzten Jahr IRGENDWAS BLEIBT IMMER von Thomas Kronthaler läuft am Filmfest in Hamburg und unser Kinofilm an dem wir so ewig geschrieben haben, formally known as RUSSENSTORY, heißt jetzt WAREN EINMAL REVOLUZZER und hat es in den Wettbewerb des Filmfests in Zürich geschafft. Es ist Johanna Moders zweiter Film und dieser ist mir aus mehreren Gründen besonders wichtig. Ich habe am Buch mitgeschrieben, wir haben die großartige Julia Jentsch gewinnen können dabei zu sein, die ebenso großartige Clara Luzia hat die Musik beigesteuert und meine Töchter, dich ich naturgemäß auch sehr großartig finde, spielen auch mit. Am Termin für den Kinostart wird noch geschraubt. Aber ich sag’s Euch gleich, sobald ich’s weiß. Versprochen.

Sehen können wir einander, allerdings schon früher und zwar analog und in echt, weil ich ja wieder durch die Lande tingle. Es war vor bestimmt 15 Jahren als mein Freund Andreas Hamza in einer Küche spätnachts jenen folgenschweren Satz sagte: „Es ist doch ziemlich wurscht was man macht, entscheidend ist doch nur mit wem.“ Dies versuche ich seither wo es nur geht zu beherzigen und gerade das grauenvoll schöne oder schön grauenvolle Tourleben (spielen ist eigentlich immer super, Autobahnenen und traurige Wurstplatten eher nicht) ist ja in Summe dann ein ziemlicher Batzen Lebenszeit und einen solchen mit Menschen zu verbringen, die man auch richtig gern hat, ist natürlich naheliegend, will aber erstmal organisiert sein. Soll heißen: 15 Jahre später gehe ich mit dem Eigentümer dieses Satzes auf eine lange Reise. Andreas macht bei meinem Solo GOLDFISCH (oder Goldfüsch) nicht nur die Musik, sondern auch die Technik und wird daher auch im Tourbus dabei sein. Oder im Tourzug. Je nach dem. Den ersten Pressetext hatte ich geschrieben, als ich noch nicht wusste wohin die Reise genau gehen wird. Nun kann ich schon mit einer etwas knackigeren Logline aufwarten: Manuel wurde verlassen. Von seiner Frau, seinen Töchtern, seinem Bühnenpartner, seiner Couch und seiner Wohnung. Nur der Goldfisch ist noch da und der Techniker. Diesem unterstellt er aber ein Roboter zu sein. Manuel ist natürlich nicht an dieser Misere schuld. Er bekommt eine letzte Chance das zu beweisen...Ein Stück über Familie, Einsamkeit, Instagram, Prokrastination, Alkohol Originelle Frisöre und 9/11.

Regie führt Rupert Lehofer. Premiere ist am 9. Jänner 2020.

„Es ist irgendwie ein geistiges Ensemble“ meinte Sebastian Bezzel bei Dreh zu LEBERKÄSJUNKIE, eine lose Verknüpfung mit Leuten die man gut findet und mit denen man immer wieder zusammenfindet. Die Herren Thomas Stipsits Simon Schwarz gehören da natürlich dazu und  und Lisa Maria Potthoff und Bernadette Heerwagen und natürlich die Kölner Buben Denis Mischitto und Daniel Siegl. Sie haben ein Kinoprojekt fertiggeschrieben und ich jauchze innerlich über die Rolle, die sie mir da zudenken. Geschenke! Geschenke! Geschenke! Wir haben das Buch letztens komplett gelesen zusammen und Daniel (ein Riese, ein Bär von einem Mann, der aber die Sanftheit miterfand), meinte zu meiner Rolle: „Der ist ein bisschen wie ich. Ich habe auch vor nichts Angst. Außer vor Pferden, der Steuer und tiefen Gewässern.“
Und weitere Menschen mit denen ich gerne Leben und Beruf vereine sind natürlich die Damen und Herren der Familie Lässig. Die IM HERZEN DES KOMMERZ TOUR geht im Herbst weiter und zieht sich dann auch noch ins Frühjahr. Mit dem Gitarristen der Familie, Herrn Hauptrojektleiter a. D. geht es außerdem mit unserem Programm VOTAVA TRIFFT RUBEY weiter. Ein Abend, der sich dem von uns so heiß geliebten Wiener Dialekt widmet. Oder wie Gerald sagen würde „für alle Futkanister und Beidlpracker.“ Ich freue mich auf Sie!

GOLDFISCH

Bild (c) Ingo Pertramer Grafik (c) Ursula Feuersinger

Manuel Rubey ist nicht faul im klassischen Sinne. Er leidet bloß an der modernen Volkskrankheit Prokrastination. Was dies genau bedeutet war ihm bei Abgabe des Textes nicht bekannt, da er es immer aufgeschoben hat den Wikipediaartikel zu Ende zu lesen. Jetzt ist er schon 40. Eigentlich wollte er dieses Programm zu seinem 30er herausbringen. Es kamen ihm aber auch ständig Dinge dazwischen. Er wollte ein paar Filme drehen, er hat Thomas Stipsits getroffen und er wurde Vater. Gleich zweimal. Die Töchter hat er jetzt gleich mit ins Programm genommen. So kann er sie wenigstens von der Steuer absetzen.

 Ein Goldfisch hat übrigens eine Aufmerksamkeitsspanne von 11 Sekunden. Er könnte diesen Pressetext nie zu Ende lesen.

Ist Ihnen das Alles zu wenig lustig? Ich verspreche das Programm ist dann lustiger, aber ich möchte diverse zivilisatorische Errungenschaften, wie Höflichkeit, Pünktlichkeit oder Geduld verteidigen, da sonst die Eleganz flöten geht. Es ist wichtig nicht immer mit der Tür ins Haus zu fallen. Sonst passieren Kollateralschäden wie lustige Wortspiele im Titel oder gespielte Witze auf Kabarettplakaten und davor graut mir. Früher war ein freiliegender Knöchel der Inbegriff der Erotik und des Exhibitionismus. Heute vermitteln Pornofilme Heerscharen von Heranwachsenden einen völlig falschen Eindruck von Schwiegermüttern.

Ein Mensch hat übrigens nur mehr eine Aufmerksamkeitsspanne von 8 Sekunden. Das heißt niemand wird diesen Pressetext jemals zu Ende lesen.

Am 09. Jänner 2020 ist Premiere im Stadtsaal. Vorher gibt es ein paar Einspielvorstellungen im Niedermair und im Theatercafe in Graz. Ab Jänner geht es auf Tour. Ich habe mir nur Lieblingsorte ausgesucht und lade Sie daher aus ganzem Herzen ein uns zu besuchen. Uns bedeutet. Mein sehr langer Freund Andreas Hamza, seines Zeichens Musiker und Tonmeister wird für Musik und Technik verantwortlich zeichnen. Dier Termine finden Sie rechterhand und bald auch auf Ö-Ticket und werden laufend aktualisiert.

Ich schreibe diese Zeilen, Ende Juni, zurück aus Sizilien. Wir haben dort geschrieben, gesungen und getrunken. Und durch  einen Zufall bin ich draufgekommen, dass Wolfgang Herrndorf in seinen letzten Lebensmonaten an genau dem selben Platz war.

Er schreibt weiter von einem dreibeinigen Hund, der ihn zum Meer begleitet. Den gibt es auch noch. Er geht nur nicht mehr mit zum Meer. Tre ist zu alt. Mr. Sam, sein Nachfolger als König des Anwesens, ist jetzt derjenige der uns begleitet.

Am 5. Juli bin ich in Salzburg, weil unser Landkrimi DAS DUNKLE PARADIES in Salzburg ins Kino kommt. Mit dabei sein werden auch Steffi Reinsperger und die Regisseurin Catalina Molina. Ins Fernsehen kommt der Film zu Weihnachten in den ORF und im nächsten Jahr dann ins ZDF.
Ein schönen Sommer liebe Menschen!

2019

Im Jänner und Februar drehe ich  'Russenstory', den zweiten Film von Johanna Moder.Marcel Mohab und ich haben auch  am Drehbuch mitgeschrieben. Für die weiblichen Hauptrollen konnten Julia Jentsch und Aenne Schwartz gewonnen werden. Josef Hader  und meine Töchter sind auch mit dabei. Das ist also irgendwie eine besondere Geschichte.


Danach steht ein TV_Projekt in Köln an. Und ebendort arbeite ich auch mit Daniel Rakete Siegel und Denis Moschitto an einem Kinodrehbuch. Das ist schon wieder eine besondere Geschichte, weil die beiden Herren mir eine Traumrolle geschrieben haben.

Familie Lässig ist mit dem Album ‚Im Herzen des Kommerz’ auf Tour. Sie erfreut sich schöner Kritiken und vor allem glücklicher Publikumsreaktionen. Ein geheimer Wunsch hat sich nebenbei erfüllt. Was bei früheren Projekten noch zu teuer, oder von der Plattenfirma nicht gewünscht war geht jetzt. Das Album gibt es auf Vinyl und selbiges verkauft sich sehr gut. (auch hier könnte also von einer besonderen Geschichte die Rede sein)


Im März darf ich die Eröffnung der Diagonale in Graz moderieren. *


Im Frühsommer geht’s zum Schreiben ins geliebte Italien. Danach sollte klar sein in welcher Form ich mich im nächsten Jahr auf die Bühnen stellen will. Der Herr Direktor des Stadtsaal hat nämlich einfach so mal Termine reserviert. Das ist noch keine besondere Geschichte, aber eine sehr schöne Geste.

Und zu guter Letzt noch ein paar besonders feine Kulturtipps: Nachdem es sich bisher nicht ausgegangen war, werde ich heuer endlich, der sehr freundlichen Einladung nachkommen und am FAQ dabei sein. Sowohl Frau Knecht (neues Buch am Start!) als auch Frau Kreutzer * (Herzliche Gratulation an Marie. Kaum spiele ich einmal nicht in einem ihrer Filme mit, läuft dieser auch schon im Wettbewerb der Berlinale), hatten betont wie schön und besonders Vorarlberg, die VorarlbergerInnen und im Speziellen dieses Festival ist.

Für 2019 sei sonst bloss noch  Euch Allen Alles Gute  und viele besondere Geschichten gewünscht, oder um es mit Gunkls Worten zu sagen: 'Eine heile Welt, die eine Weile hält.'

HERBST UND WINTER 2018

Der zweite Salzburger Landkrimi 'Das dunkle Paradies' in der Regie von Catalina Molina ist abgedreht. Der Film wird im Winter 2019 zu sehen sein.

Ab sofort beginnen die Vorbereitungen für Johanna Moders zweiten Film 'Russenstory'. Gedreht wird im Jänner und Februar in Wien, Moskau und dem Waldviertel.

Schon traditionell beginnt das Jahr mit Konzerten der Familie Lässig im Stadtsaal. Die Tour führt uns durch ganz Österreich und bis nach Bayern. (siehe Termine) Neu hingegen ist, das wir auch eine Platte im Gepäck haben. Im Herzen des Kommerz erscheint am 14. Dezember bei Asinella Records.



Am Sonntag, dem 4. November zeigten ORF und ARD den Stuttgarter Tatort Der Mann, der lügt in der Regie von Martin Eigler. Es war eine herausfordernde und schöne Arbeit und es soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass ich es den beiden Kollegen Felix Klare und Richy Müller, in Gestalt der Kommissare Lannert und Bootz, hoch anrechne sich auf solch ein Experiment eingelassen zu haben. Der Kritik hat es wie es scheint gut gefallen. (siehe Presse) Und mit knapp 10 Mllionen ZuschauerInnen war auch die Quote hervorragend. Vielen Dank.

Ab 27. September zeigt der ORF zur (beinahe) besten Sendezeit (jeweils Donnerstag um 20 15 Uhr in ORF 1) in vier Teilen die zweite Staffel der internationalen Serie The Team. Es handelt sich um eine Koproduktion von Network Movie, Lunanime, Superfilm, Nordisk Film mit ZDF, ORF, ARTE und einigen mehr. Gedreht wurde von Juni bis November 2017 in Dänemark, Deutschland, Belgien, Marokko und Österreich. Ich darf an der Seite von Jürgen Vogel, Lynn van Royen, Nora Waldstätten, Erwin Steinhauer u. v. mehr zu Werke gehen. Regie führten  Jannik Johansen ('Steeling Rembrandt' - ein Film der für mich eine perfekte Independent-Komödie darstellt) und Kaspar Gaardsøe.



DER REST DES JAHRES 2018

Bild (c) diefilm
Die Dreharbeiten für den ZDF-Spielfilm 'Irgendwas bleibt immer' unter der Regie von Thomas Kronthaler gehen in die Endpaphase. Ich drehe an der Seite von Lisa Maria Potthoff und Justus von Dohnányi.
Es wird dann der dritte Film in Folge gewesen sein, den ich bei den Nachbarn gemacht habe. Bin gerade sehr gerne in Deutschland. Vielleicht liegt es daran, dass man sich hier der rechten Hetze konsequenter entgegenstellt als bei uns, vielleicht aber auch nicht (Reminder an mich: ich soll hier nicht politisieren, das ist eine Schauspielerseite) Im Herbst geht es dann aber in Österreich weiter. Der zweite Teil des Salzburger Landkrimis (der erste: 'Drachenjungfrau' lief im Juni sehr erfolgreich auch im ZDF) wird im Oktober gedreht. Regie führt erneut Catalina Molina. Der Titel ist 'Der erste Stein'. Im Winter drehen wir endlich, nach langen, langen Jahren der Versuche den Film zu realisieren, Johanna Moders zweites Werk 'Russenstory'.
Über den Sommer werde ich mich auf das Land zurückziehen und nur tageweise in die Stadt kommen um mich vor ein Mikrofon zu stellen. Familie Lässig arbeitet gerade intensiv am ersten Album. Es ist ein fröhlicher, spannender gemeinsamer Prozess. So ein wenig nach dem Motto, wie ich kürzlich bei Capote gelesen habe: "...Auf dem Rücksitz lag seine Gitarre, es war eine alte Gibson, geschmirgelt und mit Wachs auf honiggelben Glanz gebracht..." Das Album soll noch dieses Jahr erscheinen. Ab ersten Jänner sind wir wieder auf Tour. Der Vorverkauf hat begonnen. Apropos Vorverkauf. Es gibt für 'Gott&Söhne' im Herbst noch ein paar wenige Restkarten. Bitte schnell sein, weil dann ist erstmal Schluss.
Im August lese ich gemeinsam mit Ruth Brauer-Kvam beim Schwimmenden Salon in Bad Vöslau und im Dezember gibt es für Ernst Moldens Singspiel 'Mayerling' im Rabenhof noch zwei Vorstellungen bei welchen ich dabei sein werde. Habt einen schönen Sommer Ihr lieben Menschen da draussen! Und möge sich dieser ein bisschen so anfühlen:
Bild (c) Juhani Zebra

MÄRZ UND APRIL

Liebe Menschen,
Guillermo del Toro sagt: 'Die höchste Kunst der Menschlichkeit besteht darin, den anderen wahr zu nehmen. Wenn ich Sie anschaue erkenne ich damit ihre Existenz an. Ideologien und Religionen verhindern das.'
Solche Regisseure braucht es heute.


Stefanie Panzenböck schreibt im Falter': ...dass die Mär vom Direktor als Patriachen zu Ende erzählt ist. Auch die Geschichte vom Theater als Tempel mit einer Bühne als Altar, auf dem leidenschaftlich und unter Schmerzen geopfert wird, ist aus. Es mag seltsam klingen: Aber auch Kustschaffende können sozial kompetent sein. Sie sind die Zukunft.'

Saskia Jungnikl hat mit mir für das Magazin Datum ein Gespräch auf Leben und Tod geführt.



Die lässige 'wirklich'-Tour ist zu Ende. Es war eine wunderbare Zeit. Danke für das zahlreiche Erscheinen und die herzerwärmenden Reaktionen. Sollte der Plan aufgehen gibt es 2019 ein Album.

Bilder (c) Katina Fridrik

Arte zeigt wieder einmal Michael Hofmanns Film 'Seit du da bist' und zwar am 20. April um 20 15 Uhr. Ich darf an der Seite von drei wunderbaren Frauen aus drei Generationen herumhampeln.



Bilder (c) ARD

Ach ja, und der phantastische Drehbuchautor und Showrunner Aaron Sorkin stellt mit 'Molly's Game' gerade sein Regiedebut vor. Dem Standard gab er kürzlich ein Interview: "Das Schlimmste am Film ist wie bei jedem kreativen Schaffen das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit. Man beginnt mit einer großartigen Idee und ist sehr guter Stimmung. Aber dann bringt man die Idee zu Papier, danach auf die Leinwand und alles scheint plötzlich verschwunden. Als ob man Wasser mit bloßen Händen transportiert hätte...Im Film ist es wie überall in der Kunst: Die meisten Dinge sind schlecht. Ob in der Musik, im Fernsehen oder Kino - gute Arbeiten sind eine Seltenheit."

FEBRUAR 2018

Ich finde den Westen Österreichs ja sehr lässig! Wahrscheinlich haben Sie die billige Anspielung verstanden. Familie Lässig goes west. Dornbirn, Innsbruck, München. (siehe Termine)
‚Gott&Söhne’ ist bis zum Sommer fast überall ausverkauft. Im Mai im Stadtsaal finden sich noch ein paar Karten und der Globe Termin ist auf Herbst verlegt weil zwei Liebende am Dach einen Brand verursacht haben und noch nicht wieder gespielt werden kann. (Es soll sich nicht um den Shakespeare-Verrückten Niavarani gehandelt haben, sondern jemand anders.)

Der ORF zeigt herrlichweise zur Primetime Marie Kreutzers Bobo-Komödie ‚Was hat uns bloss so runiert’. 1. Februar um 20 15 Uhr. Die Dame auf dem Foto ist übrigens die epochale Vicky Krieps, die mittlerweile auch von Hollywood entdeckt wurde und aktuell an der Seite von Daniel Day-Lewis in Paul Thomas Andersons Film ‚Phantom Thread’ zu sehen ist. Ich finde es so geil, wenn die Richtigen Karriere machen (also von meiner völlig subjektiven Sicht auf die Dinge betrachtet) Denis Moschitto hat gerade mit Fatih Akin ‚Aus dem Nichts’ einen Golden Globe gewonnen. Des is jo a ka Bämmerl, wie man in Wien sagt und trifft, wie auch im Falle von Vicky, den absolut Richtigen.


Bilder (c) Juhani Zebra

Und ja, es ist tatsächlich schon 20 Jahre her, dass Falco gestorben ist. Das heißt auch, dass unser Film bereits 10 Jahre alt ist. Ich habe in der Zeit und bis heute der Versuchung widerstanden nochmals in diese Rolle zu schlüpfen. Angebot hätte es zuhauf gegeben. Ich habe auch (und das war nicht allzu schwer) der Versuchung widerstanden mit seinen 99 engsten Freunden auf ein Bier zu gehen. Der einzigen Versuchung der ich nicht widerstehen würde, wäre mit Falco selbst auf ein Bier zu gehen. Des wird wahrscheinlich nix mehr...R.I.P.

Am 7. Februar sendet der ORF den Film um 20 15 Uhr.

Bild (c) Petro Domenigg